Krankheitsbilder im Überblick
Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht der wichtigsten orthopädischen, kinderorthopädischen, schmerzmedizinischen und rheumatologischen Krankheitsbilder. Jeder Eintrag führt zu einem ausführlichen, verständlich geschriebenen Artikel. Unvermeidbare Fachwörter sind in unserer Liste medizinischer Fachbegriffe erklärt.
Wichtiger Hinweis: Die Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen nicht das ärztliche Gespräch. Bei konkreten Beschwerden vereinbaren Sie bitte einen Termin in unserer Praxis.
Inhalt
- Orthopädie – Wirbelsäule
- Orthopädie – Schulter
- Orthopädie – Arm & Ellenbogen
- Orthopädie – Hand & Handgelenk
- Orthopädie – Hüfte & Becken
- Orthopädie – Knie
- Orthopädie – Fuß
- Orthopädie – Knochen & Weichteile
- Kinderorthopädie
- Osteologie – Knochenstoffwechsel & Skeletterkrankungen
- Schmerzmedizin
- Rheumatologie
Orthopädie – Wirbelsäule
- Bandscheibenvorfall (Diskushernie)
- Verlagerung des gallertigen Bandscheibenkerns durch den Faserring, häufig mit Druck auf Nervenwurzeln und ausstrahlenden Schmerzen.
- Spondylarthrose (Facettengelenksarthrose)
- Verschleißbedingte Veränderung der kleinen Wirbelgelenke – typische Ursache chronischer Rückenschmerzen.
- Spinalkanalstenose (Verengung des Wirbelkanals)
- Einengung des Wirbelkanals, meist degenerativ, mit belastungsabhängigen Beinschmerzen (Claudicatio spinalis).
- Spondylolisthese (Wirbelgleiten)
- Verschiebung eines Wirbelkörpers gegenüber dem darunterliegenden Wirbel.
- Skoliose (Seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule)
- Dreidimensionale Fehlform der Wirbelsäule mit seitlicher Krümmung und Rotation.
- Osteochondrose (Verschleiß der Bandscheibe mit Reaktion der angrenzenden Wirbelkörper.)
- Degenerative Veränderung der Bandscheiben mit Reaktion der benachbarten Deck- und Bodenplatten.
- Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans)
- Chronisch-entzündliche Wirbelsäulenerkrankung mit zunehmender Versteifung (auch rheumatologisch).
Orthopädie – Schulter
- Impingement-Syndrom (Subacromiales Engpasssyndrom)
- Einklemmung von Sehnen oder Schleimbeutel unter dem Schulterdach bei Armhebung.
- Rotatorenmanschettenruptur (Sehnenriss an der Schulter)
- Riss einer oder mehrerer Sehnen der schulterumfassenden Muskulatur.
- Kalkschulter (Tendinosis calcarea)
- Kalkablagerungen in der Sehne des Obergrätenmuskels – oft schmerzhaft.
- Schultersteife (Frozen Shoulder)
- Schmerzhaft eingefrorene Schulter mit massiv eingeschränkter Beweglichkeit.
- Schulterluxation (Ausrenkung)
- Auskugelung des Oberarmkopfes aus der Gelenkpfanne.
- AC-Gelenk-Arthrose (Schultereckgelenk-Verschleiß)
- Verschleiß des Schultereckgelenks (Acromioclaviculargelenk).
Orthopädie – Arm & Ellenbogen
- Tennisellenbogen (Epicondylitis humeri radialis)
- Schmerzhafte Sehnenansatz-Reizung an der Außenseite des Ellenbogens.
- Golferellenbogen (Epicondylitis humeri ulnaris)
- Sehnenansatz-Reizung an der Innenseite des Ellenbogens.
- Bursitis olecrani (Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen)
- Entzündung des Schleimbeutels über dem Ellenbogenhöcker.
Orthopädie – Hand & Handgelenk
- Karpaltunnelsyndrom (KTS)
- Einklemmung des Medianus-Nervs im Karpaltunnel – Taubheit und Schmerzen in den Fingern.
- Dupuytren-Kontraktur (Morbus Dupuytren)
- Knotige Veränderung der Hohlhandsehne mit zunehmender Beugekontraktur der Finger.
- Schnappfinger (Tendovaginitis stenosans)
- Einklemmung einer Beugesehne am Ringband des Fingers.
- Rhizarthrose (Daumensattelgelenk-Arthrose)
- Verschleiß des Daumensattelgelenks, häufig bei Frauen jenseits des 50. Lebensjahres.
- Ganglion (Überbein)
- Gutartige zystische Ausstülpung einer Gelenk- oder Sehnenscheidenkapsel.
- Distale Radiusfraktur (Handgelenksbruch)
- Häufigster Knochenbruch des Menschen, meist bei Sturz auf die ausgestreckte Hand.
Orthopädie – Hüfte & Becken
- Coxarthrose (Hüftgelenksarthrose)
- Verschleiß des Hüftgelenks – typische Ursache chronischer Hüft- und Leistenschmerzen.
- Femoroacetabuläres Impingement (FAI)
- Mechanische Einklemmung zwischen Oberschenkelhals und Hüftpfanne, oft bei jungen Sportlern.
- Schenkelhalsfraktur (Hüftfraktur)
- Häufiger Knochenbruch des alten Menschen, typisch nach Sturz bei Osteoporose.
- Bursitis trochanterica (Schleimbeutelentzündung an der Hüfte)
- Schmerzhafte Entzündung der seitlichen Hüftschleimbeutel.
Orthopädie – Knie
- Gonarthrose (Kniegelenksarthrose)
- Verschleiß des Kniegelenks – eine der häufigsten orthopädischen Diagnosen.
- Meniskusläsion (Meniskusriss)
- Riss im inneren oder äußeren Meniskus, traumatisch oder degenerativ.
- Kreuzbandruptur (Kreuzbandriss)
- Riss des vorderen (selten hinteren) Kreuzbands, klassische Sportverletzung.
- Patellaspitzensyndrom (Jumper's Knee)
- Reizung der Kniescheibensehne bei sprungbelasteten Sportarten.
- Patellaluxation (Kniescheibenverrenkung)
- Ausrenkung der Kniescheibe aus ihrem Gleitlager.
- Chondropathia patellae (Knorpelschaden hinter der Kniescheibe)
- Schädigung des Knorpels an der Kniescheibenrückfläche – häufig bei jüngeren Patienten.
- Baker-Zyste (Poplitealzyste)
- Ausstülpung der Kniegelenkkapsel in die Kniekehle, oft Folge einer Knie-Innenerkrankung.
Orthopädie – Fuß
- Hallux valgus (Ballenzeh)
- Fehlstellung der Großzehe mit Abweichung zur Kleinzehe hin.
- Hallux rigidus (Großzehengelenk-Arthrose)
- Versteifende Arthrose des Großzehengrundgelenks.
- Plantarfasziitis (Fersensporn)
- Entzündliche Reizung der Fußsohlensehne am Ansatz zum Fersenbein.
- Achillessehnenruptur (Achillessehnenriss)
- Riss der stärksten Sehne des Körpers, häufig bei untrainierten Freizeitsportlern.
- Morton-Neurom (Morton-Neuralgie)
- Schmerzhafte Nervenverdickung im Vorfuß zwischen dritter und vierter Zehe.
- Spreizfuß (Pes transversoplanus)
- Abflachung des vorderen Fußgewölbes – häufige Ursache von Vorfußschmerzen.
Orthopädie – Knochen & Weichteile
- Osteoporose (Knochenschwund)
- Systemische Skeletterkrankung mit reduzierter Knochenmasse und erhöhter Frakturgefahr.
- Osteomalazie (Knochenerweichung)
- Mineralisierungsstörung des Knochens, meist durch Vitamin-D-Mangel.
- Osteonekrose (Knocheninfarkt)
- Absterben von Knochengewebe durch Durchblutungsstörung.
- Morbus Paget (Paget-Krankheit)
- Lokalisierter Knochenumbau mit Vergrößerung und Verformung der Knochen.
Kinderorthopädie
- Hüftdysplasie (Dysplasia coxae)
- Fehlentwicklung der Hüftpfanne – wichtigstes Krankheitsbild in der U2/U3-Untersuchung.
- Morbus Perthes (Juvenile Hüftkopfnekrose)
- Durchblutungsstörung des kindlichen Hüftkopfes zwischen 4. und 8. Lebensjahr.
- Epiphyseolysis capitis femoris (ECF)
- Abrutschen der Wachstumsfuge am Hüftkopf, typisch in der Pubertät.
- Coxitis fugax (Hüftschnupfen)
- Reaktive, vorübergehende Hüftgelenksentzündung bei Kindern nach Infekten.
- Idiopathische Adoleszentenskoliose (Jugendliche Skoliose)
- Häufigste Form der Skoliose, Beginn im Wachstumsalter, Ursache unklar.
- Morbus Scheuermann (Adoleszentenkyphose)
- Wachstumsstörung der Brustwirbelsäule mit verstärkter Rundrücken-Bildung.
- Klumpfuß (Pes equinovarus congenitus)
- Angeborene Fußfehlbildung mit Spitzfuß-, Hohlfuß- und Sichelfußkomponente.
- Kindlicher Knick-Senk-Fuß (Pes planovalgus)
- Häufige und meist harmlose Fußform in der Kindheit – S2k-Leitlinie 2023.
- Morbus Osgood-Schlatter (Apophysitis tibialis)
- Reizung des Schienbeinhöckers bei sportlich aktiven Jugendlichen.
- Morbus Sinding-Larsen (Patellaspitzen-Apophysitis)
- Reizung der unteren Kniescheibenspitze im Wachstumsalter.
- Genu varum / Genu valgum (O-Beine / X-Beine)
- Beinachsenfehlstellungen, im Wachstum meist physiologisch.
- Angeborener Schiefhals (Torticollis muscularis)
- Verkürzung des Kopfwendermuskels, führt zu einer Kopfschiefhaltung.
- Osteochondrosis dissecans (OCD)
- Aseptische Knorpel-Knochen-Nekrose mit möglichem Abstoßen eines Gelenkkörpers.
- Grünholzfraktur (Kindlicher Knochenbruch)
- Typische Fraktur des Kindesalters, bei der der Knochen nur teilweise durchbricht.
- Wachstumsfugenverletzung (Salter-Harris-Fraktur)
- Verletzung der Wachstumsfuge – besondere Gefahr von Wachstumsstörungen.
Osteologie – Knochenstoffwechsel & Skeletterkrankungen
- Osteopenie (verminderte Knochendichte, Vorstufe der Osteoporose)
- Knochendichte unterhalb der Norm, aber oberhalb der Osteoporose-Schwelle – entscheidend ist das individuelle Frakturrisiko.
- Glukokortikoid-induzierte Osteoporose (Kortison-Osteoporose, GIOP)
- Häufigste sekundäre Osteoporose: Kortisontherapie ab 7,5 mg Prednisolon über 3 Monate erhöht das Frakturrisiko rasch und deutlich.
- Sekundäre Osteoporose (Osteoporose durch Grunderkrankungen und Medikamente)
- Bei jedem dritten Mann und jeder fünften Frau mit Osteoporose steckt eine behandelbare Ursache dahinter – Übersicht der wichtigsten.
- Osteoporose beim Mann (männliche Osteoporose)
- Jeder fünfte Mann über 50 erleidet eine osteoporotische Fraktur – meist unerkannt und unbehandelt, häufig mit sekundärer Ursache.
- Schwangerschafts- und stillzeitassoziierte Osteoporose (PLO, pregnancy and lactation-associated osteoporosis)
- Seltene, oft verkannte Ursache starker Rückenschmerzen am Ende der Schwangerschaft oder in der Stillzeit – meist durch Wirbelkörperfrakturen.
- Transiente Osteoporose der Hüfte (Knochenmarködem-Syndrom, KMÖS)
- Plötzlicher Hüftschmerz mit Knochenmarködem im MRT, der sich innerhalb von Monaten von selbst zurückbildet – wichtige Abgrenzung zur Hüftkopfnekrose.
- Vitamin-D-Mangel (Hypovitaminose D, Calciferolmangel)
- Weit verbreitet in Deutschland, besonders im Winter – Ursache von Knochenschmerzen, Muskelschwäche, Osteomalazie und verschlechterter Osteoporosetherapie.
- Rachitis (Vitamin-D-Mangel-Rachitis, „englische Krankheit“)
- Mineralisationsstörung des wachsenden Skeletts – heute vor allem durch Vitamin-D-Mangel bei Säuglingen ohne Prophylaxe oder bei Risikogruppen.
- Primärer Hyperparathyreoidismus (pHPT, Nebenschilddrüsenüberfunktion)
- Überfunktion der Nebenschilddrüsen mit erhöhtem Kalzium – häufige, oft übersehene Ursache von Osteoporose, Nierensteinen und Müdigkeit.
- Renale Osteodystrophie (CKD-MBD, Störung des Mineral- und Knochenstoffwechsels bei Nierenerkrankung)
- Knochenerkrankung bei chronischer Niereninsuffizienz – von Hochumsatz durch sekundären Hyperparathyreoidismus bis zum adynamen Knochen.
- Hypophosphatasie (HPP, Rathbun-Syndrom, Phosphatasemangel-Rachitis)
- Seltene genetische Mineralisationsstörung mit erniedrigter alkalischer Phosphatase – beim Erwachsenen oft als „Osteoporose“ verkannt, Bisphosphonate sind kontraindiziert.
- Osteogenesis imperfecta (Glasknochenkrankheit, OI)
- Angeborene Kollagenstörung mit brüchigen Knochen, blauen Skleren und Schwerhörigkeit – von milden bis zu schwersten Verläufen.
- X-chromosomale Hypophosphatämie (XLH, Phosphatdiabetes, Vitamin-D-resistente Rachitis)
- Häufigste erbliche Rachitis: renaler Phosphatverlust durch FGF23-Überschuss – beim Erwachsenen Osteomalazie, Enthesiopathien und Pseudofrakturen.
- Tumorinduzierte Osteomalazie (TIO, onkogene Osteomalazie)
- Seltene, heilbare Ursache von Muskelschwäche, Knochenschmerzen und Frakturen: ein kleiner gutartiger Tumor produziert FGF23 und lässt den Körper Phosphat verlieren.
- Osteopetrose (Marmorknochenkrankheit, Albers-Schönberg-Krankheit)
- Seltene erbliche Störung des Knochenabbaus: Die Knochen sind extrem dicht, aber spröde – mit Frakturen, Nervenkompressionen und bei Säuglingen Knochenmarkversagen.
- Fibröse Dysplasie (Jaffé-Lichtenstein-Syndrom, McCune-Albright-Syndrom)
- Gutartige Fehlbildung, bei der normaler Knochen durch faseriges Gewebe ersetzt wird – von der zufällig entdeckten Einzelläsion bis zum Syndrom mit Hormonstörungen.
- Osteoporotische Wirbelkörperfraktur (Sinterungsfraktur, Wirbelkörperkompressionsfraktur)
- Häufigste osteoporotische Fraktur – zwei Drittel bleiben unerkannt; jede Wirbelfraktur verfünffacht das Risiko für die nächste.
- Insuffizienzfrakturen von Becken und Kreuzbein (Fragilitätsfrakturen des Beckens, FFP, Sakruminsuffizienzfraktur)
- Beckenbrüche ohne Unfall bei älteren Menschen mit Osteoporose – im Röntgen oft unsichtbar, im MRT eindeutig, meist konservativ heilbar.
- Atypische Femurfraktur (AFF, Bisphosphonat-assoziierte Oberschenkelfraktur)
- Seltene Komplikation langjähriger Bisphosphonat- oder Denosumab-Therapie: querer Ermüdungsbruch des Oberschenkelschafts mit vorausgehendem Oberschenkelschmerz.
- Medikamenten-assoziierte Kieferosteonekrose (MRONJ, Bisphosphonat-assoziierte Kiefernekrose, AR-ONJ)
- Freiliegender, nicht heilender Kieferknochen unter Antiresorptiva – bei Osteoporose-Dosierung sehr selten, bei Tumortherapie häufiger; Zahnsanierung vor Therapiebeginn schützt.
- Multiples Myelom – Knochenbeteiligung (Plasmozytom, Myelomknochenkrankheit)
- Bösartige Plasmazellerkrankung, die sich oft zuerst am Skelett zeigt: unerklärte Osteoporose, Wirbelfrakturen oder Osteolysen – die Eiweißelektrophorese gehört zu jeder Osteoporoseabklärung.
- Knochenmetastasen (ossäre Metastasen, Skelettmetastasen)
- Absiedlungen von Brust-, Prostata-, Lungen-, Nieren- und Schilddrüsenkrebs im Skelett – häufigste bösartige Knochenerkrankung; Schmerz, Frakturgefahr und Hyperkalzämie sind behandelbar.
- Osteomyelitis (Knochenentzündung, Knochenmarkentzündung, Osteitis)
- Bakterielle Infektion des Knochens – akut hämatogen beim Kind, nach Verletzung oder Operation beim Erwachsenen, chronisch beim diabetischen Fuß; braucht lange Antibiotikatherapie und oft Chirurgie.
- Chronisch nichtbakterielle Osteomyelitis (CNO, CRMO (chronisch rekurrierende multifokale Osteomyelitis), SAPHO-Syndrom)
- Autoinflammatorische Knochenentzündung ohne Erreger, vor allem bei Kindern und Jugendlichen – schubweise Knochenschmerzen, oft lange Fehldiagnosen; gut behandelbar.
- Juvenile Knochenzyste (solitäre/unikamerale Knochenzyste, einfache Knochenzyste)
- Gutartiger, flüssigkeitsgefüllter Hohlraum im Knochen heranwachsender Kinder, meist am Oberarm – fällt oft erst durch einen Bruch auf und heilt mit dem Wachstum aus.
- Osteoidosteom (Osteoid-Osteom)
- Kleiner gutartiger Knochentumor junger Menschen mit charakteristischem Nachtschmerz, der auf Aspirin/NSAR prompt anspricht – heute meist per Radiofrequenzablation heilbar.
- Osteochondrom (kartilaginäre Exostose, Osteokartilaginäre Exostose, multiple hereditäre Exostosen)
- Häufigster gutartiger Knochentumor: knorpelüberzogener Knochenauswuchs nahe der Wachstumsfugen, meist harmlos – bei Größenzunahme nach Wachstumsabschluss Abklärung nötig.
- Diffuse idiopathische Skeletthyperostose (DISH) (Morbus Forestier, Spondylosis hyperostotica)
- Verknöcherung der vorderen Wirbelsäulenbänder bei älteren, oft stoffwechselkranken Menschen – Steifigkeit, Schluckbeschwerden, erhöhte Verletzlichkeit der Wirbelsäule; keine Bechterew-Krankheit.
- Heterotope Ossifikation (periartikuläre Verknöcherung, Myositis ossificans)
- Knochenneubildung im Weichgewebe nach Hüftoperationen, Verletzungen, Verbrennungen oder Nervenschäden – schränkt Gelenke ein; vorbeugen ist einfacher als behandeln.
Schmerzmedizin
- Chronischer Kreuzschmerz (Low Back Pain)
- Anhaltender Rückenschmerz >12 Wochen – häufig ohne spezifische strukturelle Ursache.
- Ischialgie (Lumboischialgie)
- Schmerz entlang des Ischiasnervs, meist durch Bandscheiben- oder Wirbelsäulenprobleme.
- Fibromyalgie-Syndrom (FMS)
- Chronisches Schmerzsyndrom mit multiplen druckschmerzhaften Punkten und vegetativen Symptomen.
- Morbus Sudeck (CRPS / komplexes regionales Schmerzsyndrom)
- Posttraumatisches Schmerzsyndrom mit Durchblutungs- und trophischen Störungen.
- Postzosterische Neuralgie (Nervenschmerz nach Gürtelrose)
- Chronischer Nervenschmerz nach einer Herpes-zoster-Erkrankung.
- Phantomschmerz (Schmerz in einem amputierten Körperteil)
- Schmerzempfindung in einem nicht mehr vorhandenen Körperteil nach Amputation.
- Trigeminusneuralgie (Blitzschmerz des Gesichts)
- Attackenartiger, blitzartiger Gesichtsschmerz im Versorgungsgebiet des Trigeminusnervs.
- Migräne (Einseitiger Kopfschmerz mit Begleiterscheinungen)
- Anfallsartiger, meist halbseitiger Kopfschmerz, häufig mit Übelkeit und Lichtempfindlichkeit.
- Spannungskopfschmerz (Häufigster Kopfschmerz)
- Dumpf-drückender, meist beidseitiger Kopfschmerz ohne Begleiterscheinungen.
- Cluster-Kopfschmerz (Bing-Horton-Syndrom)
- Seltener, extrem starker einseitiger Gesichtsschmerz mit Attacken in Clustern.
- Neuropathischer Schmerz (Nervenschmerz)
- Schmerzen durch direkte Schädigung des Nervensystems – brennend, einschießend oder taubheitsartig.
- Tumorschmerz (Schmerz bei Krebserkrankungen)
- Multifaktorieller Schmerz bei Tumorerkrankungen – Kernbereich der Palliativmedizin.
- Somatoforme Schmerzstörung (Anhaltende Schmerzstörung)
- Chronischer Schmerz ohne ausreichend erklärenden körperlichen Befund, psychosozial mitbedingt.
Rheumatologie
- Rheumatoide Arthritis (Chronische Polyarthritis)
- Häufigste chronisch-entzündliche Gelenkerkrankung mit symmetrischem Befall kleiner Gelenke.
- Juvenile idiopathische Arthritis (JIA)
- Chronisch-entzündliche Gelenkerkrankung des Kindes- und Jugendalters.
- Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans)
- Chronisch-entzündliche Wirbelsäulenerkrankung mit Steifigkeit und Rundrücken.
- Psoriasis-Arthritis (Schuppenflechten-Arthritis)
- Chronische Gelenkentzündung bei Schuppenflechte, mit typischem Befallsmuster.
- Reaktive Arthritis (Morbus Reiter)
- Gelenkentzündung als Folge einer Infektion an anderer Stelle (meist Darm oder Urogenitaltrakt).
- Gicht (Arthritis urica)
- Schmerzhafte Gelenkentzündung durch Harnsäurekristalle, typisch am Großzehengrundgelenk.
- Chondrokalzinose (Pseudogicht)
- Ablagerung von Kalziumpyrophosphat-Kristallen im Knorpel mit gichtähnlichen Anfällen.
- Systemischer Lupus erythematodes (SLE)
- Autoimmunerkrankung mit Befall vieler Organe – Haut, Gelenke, Nieren, Nervensystem.
- Sjögren-Syndrom (Sicca-Syndrom)
- Autoimmune Entzündung der Tränen- und Speicheldrüsen (Trockenheit).
- Systemische Sklerose (Sklerodermie)
- Fortschreitende Verhärtung von Haut und inneren Organen durch Bindegewebsvermehrung.
- Polymyositis / Dermatomyositis (Muskelentzündung)
- Autoimmune Entzündung der Skelettmuskulatur, mit oder ohne Hautbeteiligung.
- Mischkollagenose (Sharp-Syndrom / MCTD)
- Überschneidung von SLE, Sklerodermie und Polymyositis mit charakteristischen Auto-Antikörpern.
- Polymyalgia rheumatica (Schmerzen im Schulter- und Beckengürtel)
- Entzündliche Erkrankung älterer Menschen mit typischen Schulter- und Hüftgürtelschmerzen.
- Riesenzellarteriitis (Morbus Horton)
- Vaskulitis großer Gefäße, häufig mit Kopfschmerzen und drohender Erblindung.
- Granulomatose mit Polyangiitis (Morbus Wegener)
- Seltene Vaskulitis kleiner Gefäße mit Befall von HNO-Trakt, Lunge und Nieren.
- Morbus Behçet (Behçet-Syndrom)
- Systemische Vaskulitis mit wiederkehrenden Aphthen in Mund/Genital und Augenbefall.