Facharzt für Orthopädie · Osteologe (DVO) · Hamburg-Langenhorn

Osteoporose

Osteoporose-Diagnostik
Osteoporose-Diagnostik

Osteoporose – Wenn die Knochen schwächer werden

Was ist Osteoporose?

Osteoporose ist eine Erkrankung, bei der die Knochen an Stabilität verlieren. Die Knochen sind ein lebendes Gewebe, das ständig auf- und abgebaut wird. Bei gesunden Menschen bleibt dieser Prozess im Gleichgewicht: Neue Knochenmasse wird gebildet, während alte abgebaut wird. Der Knochen wird im Mittel alle 6 Jahre erneuert.

Osteoporose, auch als Knochenschwund bekannt, ist eine systemische Erkrankung der Knochen, betrifft also das gesamte knöcherne Skelett. Sie führt zu einer geringeren Knochendichte und einem höheren Risiko für Knochenbrüche (Frakturen). Osteoporose entwickelt sich oft langsam und verläuft chronisch, also über einen langen Zeitraum. Zunächst kann sie ohne Beschwerden verlaufen. Im späteren Verlauf können jedoch frakturbedingt Schmerzen und Bewegungseinschränkungen auftreten, die die Lebensqualität und die Selbstständigkeit erheblich beeinträchtigen können.

Bei Osteoporose ist dieses Gleichgewicht gestört. Der Körper baut mehr Knochenmasse ab, als er neu aufbaut. Dadurch werden die Knochen porös, weniger dicht und instabil. Das bedeutet, dass sie leichter brechen können – oft schon bei kleinen Belastungen oder leichten Stürzen.

Beispiel:
Eine gesunde Person kann sich abfangen, wenn sie stolpert, und bleibt unverletzt. Eine Person mit Osteoporose kann sich bei einem ähnlichen Sturz bereits einen Knochen brechen, zum Beispiel den Oberschenkelknochen oder die Wirbelsäule.

Wenn es bereits zu Knochenbrüchen gekommen ist, spricht man von einer "manifesten Osteoporose". Das bedeutet, dass die Krankheit schon sichtbare Folgen hatte.


Warum ist Osteoporose gefährlich?

Das größte Problem bei Osteoporose ist das hohe Risiko für Knochenbrüche, die oft schwerwiegende Folgen haben. Besonders gefährdet sind:

  • Die Wirbelsäule: Kleine Brüche in den Wirbelkörpern können dazu führen, dass die Wirbelsäule zusammensackt. Das kann Rückenschmerzen verursachen und dazu führen, dass Betroffene kleiner werden oder einen Rundrücken („Witwenbuckel“) entwickeln.
  • Die Hüfte: Ein Oberschenkelhalsbruch ist eine der schwersten Folgen der Osteoporose. Er tritt oft nach einem Sturz auf und kann eine Operation und monatelange Rehabilitation notwendig machen. Vor allem ältere Menschen können sich danach oft nicht mehr vollständig erholen.
  • Das Handgelenk: Stürze auf die ausgestreckte Hand führen bei Osteoporose häufig zu Handgelenksbrüchen.

Beispiel:
Eine ältere Dame stolpert über den Teppich und fällt auf den Boden. Ohne Osteoporose hätte sie sich vielleicht nur eine Prellung zugezogen. Doch mit Osteoporose bricht ihr Oberschenkelhals, sodass sie ins Krankenhaus muss und eine Operation benötigt.


Wie wird Osteoporose festgestellt?

Um Osteoporose zu diagnostizieren, gibt es verschiedene Untersuchungen. Die wichtigste Methode ist die Knochendichtemessung mit einer sogenannten DXA-Messung. Dabei wird gemessen, wie viel Kalk und Mineralstoffe sich in den Knochen befinden.

Das Ergebnis dieser Messung wird mit dem T-Score als Abweichung vom bestmöglichen Wert der 30-35 jährigen Menschen angegeben:

  • T-Score besser als -1,0: normale Knochendichte
  • T-Score zwischen -1,0 und -2,5: Osteopenie (eine Vorstufe der Osteoporose)
  • T-Score von -2,5 oder niedriger: Osteoporose


Gibt es Unterschiede zwischen Männern und Frauen?

Ja, Osteoporose betrifft vor allem Frauen – besonders nach den Wechseljahren. Das liegt daran, dass das weibliche Hormon Östrogen die Knochen schützt. Mit den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel, und der Knochenabbau beschleunigt sich, da der Körper keinen Knochen mehr für eventuelle Schwangerschaften vorhalten muss.

Aber auch Männer können Osteoporose bekommen, vor allem im höheren Alter.


Was muss bei der Diagnose beachtet werden?

Osteoporose ist nicht die einzige Krankheit, die zu einer geringen Knochendichte führen kann. Daher muss der Arzt andere Erkrankungen ausschließen, bevor die Diagnose sicher ist.

Ein Beispiel ist Osteomalazie, eine Krankheit, bei der die Knochen zu wenig Mineralstoffe enthalten. Das führt ebenfalls zu weichen Knochen und kann ähnlich wie Osteoporose wirken.

Weitere Ursachen für eine niedrige Knochendichte können sein:

  • Hormonstörungen, z. B. eine Unterfunktion der Schilddrüse
  • Langfristige Einnahme von Kortison, das den Knochenabbau beschleunigt
  • Mangelernährung, besonders ein Mangel an Kalzium und Vitamin D

Wichtige Links:

Patientenleitlinie Osteoporose des Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose e.V. (BfO e.V.) und des Dachverband Osteologie e.V. (DVO e.V.)

Unsere Sprechzeiten

Dr. med. Georg P. Dahmen · alle Sprechzeiten, auch von Dr. Mallien und Frau Schlesinger

Neu: Freitags 08:00–15:00 Uhr – ganzheitliche osteologische, rheumatologische und schmerztherapeutische und kinderorthopädische Privat- und Selbstzahler-Sprechstunde bei Dr. Dahmen (nur mit Termin).
Montag08:00–13:00 offene Sprechstunde · 13:00–17:00 Terminsprechstunde · 17:00–18:00 Rezeptabholung
Dienstag08:00–13:00 offene Sprechstunde · 13:00–17:00 Terminsprechstunde · 17:00–18:00 Rezeptabholung
Mittwochambulante und stationäre Operationen in der Auenlandklinik Bad Bramstedt, Termine nur nach Vereinbarung
Donnerstag08:00–13:00 offene Sprechstunde · 13:00–17:00 Terminsprechstunde · 17:00–18:00 Rezeptabholung
Freitag08:00–15:00 Privat- und Selbstzahler-Sprechstunde · ganzheitlich osteologisch, rheumatologisch, schmerztherapeutisch, kinderorthopädisch · nur mit Termin
Samstaggeschlossen

So erreichen Sie uns telefonisch

Oder schreiben Sie uns über den Praxis-Messenger Medflex – für Rezeptbestellungen und andere Wünsche der schnellste Weg.

Online-Termin für die offene Sprechstunde

Unser Leistungsspektrum

Diagnostik, konservative Therapie und Operationen – aus einer Hand. Alle Leistungen im Überblick

Unser Ärzteteam

Praxisgemeinschaft im Ärztehaus Tangstedter Landstraße 77

Aktuelles aus der Praxis

Alle Neuigkeiten · Formulare zum Download · Klinische Studien

So finden Sie uns

Dr. med. Georg P. Dahmen
Ärztehaus Tangstedter Landstraße 77
22415 Hamburg-Langenhorn

U-Bahn: U1 bis Langenhorn Markt, dann 300 m zu Fuß.
Bus: Linien 24, 192, 193, 492, 592, 606 bis Langenhorn Markt.
Auto: Parkplätze am Langenhorner Markt und im Krohnstieg-Center.

Die Praxis ist barrierefrei erreichbar (Rampe links vom Eingang, Fahrstuhl im Haus).

Anfahrt & Karte

Karte: Tangstedter Landstraße 77 am Langenhorner Markt
Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende