Facharzt für Orthopädie · Osteologe (DVO) · Hamburg-Langenhorn

Medizinische Fachbegriffe verständlich erklärt

In unseren Texten zu den Krankheitsbildern vermeiden wir Abkürzungen und Fremdwörter. Wo ein Fachwort unvermeidbar ist – zum Beispiel, weil es in Ihrem Arztbrief oder Befund steht –, finden Sie es hier kurz erklärt. Die Liste ist alphabetisch geordnet und wird laufend ergänzt. Sie ersetzt nicht das Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

A B C D E F G H I J K L M N O P R S T U V Z

A

ACE-Hemmer (Hemmer des Angiotensin-umwandelnden Enzyms)
Blutdrucksenker aus der Captopril-Gruppe – Blutdrucksenkende Medikamente, die ein Enzym blockieren, das ein stark gefäßverengendes Hormon bildet. Beispiele sind Captopril, Ramipril und Enalapril. Bei der Nierenkrise der systemischen Sklerose sind sie lebensrettend.
Alkalische Phosphatase (AP)
Knochenstoffwechsel-Wert im Blut – Enzym, das bei vermehrtem Knochenumbau, Knochenerweichung oder Lebererkrankungen im Blut ansteigt.
ALPL-Gen (Gen der gewebeunspezifischen alkalischen Phosphatase, TNSALP)
Gen der alkalischen Phosphatase – Der Erbgut-Abschnitt, der die Bauanleitung für das Enzym alkalische Phosphatase enthält. Veränderungen in diesem Gen verursachen die Hypophosphatasie; sie werden durch eine Blutprobe nachgewiesen.
Anamnese
Krankengeschichte – Das ärztliche Gespräch über Beschwerden, Vorerkrankungen, Medikamente und Lebensumstände.
ANCA (Antikörper gegen Zellbestandteile weißer Blutkörperchen)
Gefäßentzündungs-Antikörper – Autoantikörper, die bei bestimmten Gefäßentzündungen im Blut nachweisbar sind.
Anti-SSA/Ro- und Anti-SSB/La-Antikörper
Sjögren-Antikörper im Blut – Antikörper gegen bestimmte Bestandteile der eigenen Zellen, die beim Sjögren-Syndrom häufig im Blut nachweisbar sind. Sie kommen auch beim Lupus vor und sind das wichtigste Blutzeichen für die Diagnose.
Anti-U1-RNP-Antikörper
Mischkollagenose-Antikörper (gegen U1-RNP) – Abwehrstoffe, die sich gegen einen bestimmten Bestandteil des Zellkerns richten. Sind sie in großer Menge im Blut nachweisbar und bestehen zugleich Beschwerden mehrerer entzündlicher Bindegewebserkrankungen, spricht dies für eine Mischkollagenose (Sharp-Syndrom).
Antinukleäre Antikörper (ANA, ENA, Anti-dsDNA)
Autoantikörper gegen Zellkerne – Antikörper, die sich gegen Bestandteile der eigenen Zellkerne richten. Sie kommen bei Bindegewebserkrankungen wie dem Lupus vor und werden im Blut bestimmt.
Antiresorptiva (antiresorptive Therapie)
Medikamente gegen Knochenabbau – Sammelbegriff für Medikamente, die den Knochenabbau bremsen: Bisphosphonate (zum Beispiel Alendronat, Zoledronat) und der Antikörper Denosumab. Sie werden bei Knochenschwund und bei Knochenabsiedlungen von Tumoren eingesetzt.
Aphthen
Aphthen (Schleimhautgeschwüre) – Kleine, schmerzhafte, weißlich belegte Geschwüre der Schleimhaut, meist im Mund, seltener im Genitalbereich. Beim Morbus Behçet kehren sie immer wieder.
Arthritis
Gelenkentzündung – Entzündung eines Gelenks mit Schwellung, Überwärmung, Schmerz und Erguss. Ursachen können Rheuma, Infektionen, Gicht oder Verletzungen sein.
Arthrodese
operative Versteifung eines Gelenks – Operation, bei der die Gelenkflächen entfernt und die Knochen mit Schrauben oder Platten fest miteinander verbunden werden, so dass sie zusammenwachsen. Das Gelenk ist danach unbeweglich, aber schmerzfrei und voll belastbar.
Arthrose
Gelenkverschleiß – Abnutzung des Gelenkknorpels mit Umbau des darunterliegenden Knochens. Führt zu Schmerzen, Steifigkeit und eingeschränkter Beweglichkeit.
Arthroskopie
Gelenkspiegelung – Operation über kleine Hautschnitte mit einer Kamera, bei der Gelenkschäden angesehen und behandelt werden.
Aura (Migräne-Aura)
Aura – Vorübergehende Störungen des Nervensystems, die einem Migräne-Kopfschmerz vorausgehen oder ihn begleiten: meist Sehstörungen wie flimmernde Flecken oder Zickzacklinien, seltener Kribbeln, Sprachstörungen oder Lähmungen. Sie dauern 5 bis 60 Minuten und bilden sich vollständig zurück.
Autoimmunerkrankung
Erkrankung durch fehlgeleitete Abwehr – Das Immunsystem greift fälschlich körpereigenes Gewebe an. Dazu gehören viele rheumatische Erkrankungen.

B

Basistherapeutika (DMARDs, krankheitsmodifizierende Medikamente)
Basismedikamente gegen Rheuma – Medikamente, die bei entzündlichem Rheuma das Immunsystem dämpfen und die Erkrankung langfristig bremsen, zum Beispiel Methotrexat. Die Wirkung setzt erst nach Wochen ein.
Biologika (biotechnologisch hergestellte Antikörper, zum Beispiel TNF-Hemmer)
biotechnologisch hergestellte Rheumamedikamente – Gentechnisch hergestellte Eiweißstoffe, die gezielt einzelne Botenstoffe der Entzündung blockieren. Sie werden gespritzt oder als Infusion gegeben und bei schwerem entzündlichem Rheuma eingesetzt.
Biopsie
Gewebeprobe – Entnahme eines kleinen Gewebestücks, das unter dem Mikroskop untersucht wird.
Bisphosphonate
knochenschützende Medikamente – Medikamente, die den Knochenabbau bremsen (zum Beispiel Alendronat, Zoledronat). Standardbehandlung bei Knochenschwund, als Tablette oder Infusion.
Bursitis
Schleimbeutelentzündung – Entzündung eines der flüssigkeitsgefüllten Polster, die Sehnen und Haut über Knochenvorsprüngen schützen.

C

Cauda-equina-Syndrom
Lähmung der untersten Nervenbündel (Notfall) – Starke Einengung der Nervenbündel am unteren Ende des Wirbelkanals mit Taubheit im Gesäß- und Dammbereich, Blasen- und Darmstörungen. Muss sofort operiert werden.
CGRP (Calcitonin Gene-Related Peptide)
Kopfschmerz-Botenstoff CGRP – Ein Botenstoff des Nervensystems, der bei Migräne und Cluster-Kopfschmerz vermehrt freigesetzt wird und die Blutgefäße im Kopf erweitert. Moderne Antikörper-Medikamente blockieren diesen Botenstoff oder seine Andockstelle und beugen so Anfällen vor.
Cheilektomie
Abtragung der knöchernen Anbauten am Gelenkrand – Operation bei Gelenkverschleiß des Großzehengrundgelenks: Die störenden Knochenanbauten auf der Oberseite des Gelenks werden abgetragen, damit sich die Großzehe wieder besser anheben lässt. Das Gelenk selbst bleibt erhalten.
chronisch / akut
langanhaltend / plötzlich – Akut bedeutet plötzlich auftretend und kurz dauernd, chronisch bedeutet länger als etwa drei Monate anhaltend oder immer wiederkehrend.
Chronisch rekurrierende multifokale Osteomyelitis (CRMO)
wiederkehrende Knochenentzündung an mehreren Stellen – Schwere Verlaufsform der chronisch nichtbakteriellen Osteomyelitis bei Kindern und Jugendlichen: Die nicht durch Bakterien verursachte Knochenentzündung tritt in Schüben an mehreren Knochen gleichzeitig oder nacheinander auf.
CKD-MBD (Chronic Kidney Disease – Mineral and Bone Disorder)
Mineral- und Knochenstörung bei chronischer Nierenerkrankung – Oberbegriff für die Folgen einer langanhaltenden Nierenerkrankung auf den Mineralhaushalt: veränderte Blutwerte (Kalzium, Phosphat, Nebenschilddrüsenhormon, Vitamin D), eine Knochenerkrankung (renale Osteodystrophie) und Verkalkungen der Blutgefäße. Diese drei Teile hängen eng zusammen und werden gemeinsam behandelt.
Claudicatio spinalis (neurogene Claudicatio)
Gehstrecken-Einschränkung durch den engen Wirbelkanal – Beim Gehen oder längeren Stehen treten Schmerzen, Schwere und Taubheit in den Beinen auf, weil der enge Wirbelkanal die Nerven bedrängt. Sitzen oder Vorbeugen bringt rasch Erleichterung – anders als bei der Schaufensterkrankheit, bei der Stehenbleiben allein genügt.
Cobb-Winkel
Krümmungswinkel nach Cobb – Maß für die seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule, das auf dem Röntgenbild zwischen den am stärksten geneigten Wirbeln oben und unten gemessen wird. Ab 10° spricht man von einer Skoliose; der Winkel bestimmt mit, welche Behandlung sinnvoll ist.
Computertomographie (CT)
Computer-Röntgenschichtaufnahme – Röntgenverfahren, bei dem der Computer aus vielen Einzelaufnahmen Schichtbilder berechnet. Knochen werden sehr genau dargestellt; es entsteht eine Strahlenbelastung.
CREST-Syndrom
Fünf-Zeichen-Form – Ältere Bezeichnung für die begrenzte Hautform der systemischen Sklerose, gebildet aus den Anfangsbuchstaben ihrer fünf Hauptmerkmale: Kalkablagerungen unter der Haut (Calcinosis), Raynaud-Syndrom, Bewegungsstörung der Speiseröhre (Esophagus), Verhärtung der Fingerhaut (Sklerodaktylie) und erweiterte kleine Hautgefäße (Teleangiektasien).

D

Denosumab
Antikörper gegen Knochenabbau – Halbjährlich gespritzter Antikörper, der die knochenabbauenden Zellen hemmt. Nach dem Absetzen muss die Behandlung mit einem anderen Medikament fortgeführt werden, sonst droht ein rascher Knochenverlust.
DXA-Messung (Dual-Röntgen-Absorptiometrie, Osteodensitometrie)
Knochendichtemessung – Messung des Mineralgehalts im Knochen mit sehr schwachen Röntgenstrahlen, meist an Lendenwirbelsäule und Hüfte. Standardverfahren zur Erkennung von Knochenschwund (Osteoporose). Das Ergebnis wird als T-Wert angegeben.

E

Eigenbluttherapie (ACP, PRP – plättchenreiches Plasma)
Eigenblutbehandlung – Aus dem eigenen Blut wird ein an Blutplättchen reicher Anteil gewonnen und in Gelenk oder Sehne gespritzt, um die Heilung anzuregen.
Elastisch-stabile intramedulläre Nagelung (ESIN)
biegsame Nägel im Markraum – Operationsverfahren bei Kindern: Dünne, biegsame Metallnägel werden über kleine Hautschnitte in den Markraum des Knochens geschoben und stabilisieren ihn von innen, ohne die Wachstumsfuge zu verletzen. Die Nägel werden nach der Heilung wieder entfernt.
Elektroneurographie und Elektromyographie (ENG, EMG)
Messung der Nervenleitung – Mit kleinen elektrischen Reizen wird gemessen, wie schnell und wie stark ein Nerv Signale weiterleitet. Bei der Elektromyographie wird zusätzlich die elektrische Aktivität des Muskels mit einer feinen Nadel aufgezeichnet. So lässt sich eine Nervenschädigung nachweisen und ihr Schweregrad bestimmen.
Endoprothese (TEP, Gelenkersatz)
künstliches Gelenk – Operativer Ersatz eines zerstörten Gelenks durch ein Kunstgelenk, zum Beispiel an Hüfte oder Knie.
Enthesitis
Entzündung der Sehnenansätze – Entzündung an der Stelle, an der eine Sehne oder ein Band am Knochen ansetzt, zum Beispiel an der Ferse oder am Brustbein. Typisch für Morbus Bechterew und verwandte Erkrankungen.
Entzündungswerte im Blut (BSG, CRP)
Entzündungswerte im Blut – Blutsenkungsgeschwindigkeit und C-reaktives Protein steigen bei Entzündungen im Körper an und helfen, entzündliche von verschleißbedingten Erkrankungen zu unterscheiden.
Epiphysenfuge (Wachstumsfuge)
Wachstumsfuge – Knorpelzone nahe den Knochenenden, aus der der Knochen bei Kindern und Jugendlichen in die Länge wächst. Sie verknöchert am Ende der Pubertät.
Ergotherapie
Alltagstraining mit Therapeuten – Behandlung, die Bewegungsabläufe des Alltags übt, Hilfsmittel anpasst und die Gelenke schont (zum Beispiel bei Hand-Rheuma).
EXT1- und EXT2-Gen (hereditäre multiple Exostosen)
zwei bestimmte Erbanlagen (EXT1 und EXT2) – Zwei Erbanlagen, die für den Aufbau eines Zuckerstoffs an der Zelloberfläche nötig sind, der das Knochenwachstum mitsteuert. Ist eine von beiden verändert, entstehen viele knorpelbedeckte Knochenauswüchse (erbliche multiple Exostosen). Die Veränderung wird mit 50 % Wahrscheinlichkeit an jedes Kind weitergegeben.
Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT)
Stoßwellenbehandlung – Druckwellen werden von außen auf Sehnen oder Kalkablagerungen gerichtet, um Heilung anzuregen; zum Beispiel bei Kalkschulter oder Fersensporn.

F

Facettengelenke (Wirbelbogengelenke, Articulationes zygapophysiales)
kleine Wirbelgelenke – Die paarigen kleinen Gelenke an der Rückseite der Wirbelsäule, über die jeder Wirbel mit dem nächsten verbunden ist. Sie führen die Bewegung der Wirbelsäule und können wie jedes Gelenk verschleißen.
Fasziektomie (partielle Fasziektomie, Dermofasziektomie)
Entfernung der erkrankten Sehnenplatte – Offene Operation bei Morbus Dupuytren, bei der das erkrankte Bindegewebe der Sehnenplatte in der Hohlhand entfernt wird. Bei der Dermofasziektomie wird zusätzlich die darüberliegende Haut entfernt und durch ein Hauttransplantat ersetzt.
FGF23 (Fibroblasten-Wachstumsfaktor 23)
Phosphat-Hormon FGF23 – Botenstoff aus dem Knochen, der die Phosphatausscheidung über die Niere steuert. Zu viel davon führt zu Phosphatmangel und Knochenerweichung.
Fraktur
Knochenbruch – Durchtrennung eines Knochens durch Gewalteinwirkung oder, bei geschwächtem Knochen, schon bei geringer Belastung.

G

Gelenkpunktion
Entnahme von Gelenkflüssigkeit – Mit einer Nadel wird Flüssigkeit aus dem Gelenk entnommen, um sie zu untersuchen oder das Gelenk zu entlasten.
Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und Selbstzahlerleistungen (IGeL)
gesetzliche Krankenkasse / Selbstzahlerleistung – Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen Leistungen, deren Nutzen anerkannt ist. Individuelle Gesundheitsleistungen sind Angebote, die Patientinnen und Patienten selbst bezahlen müssen.
Glomeruläre Filtrationsrate (GFR)
Nierenleistung – Maß dafür, wie gut die Nieren das Blut filtern. Wird aus dem Kreatininwert im Blut berechnet.
Glukokortikoide (Kortison, Kortikosteroide)
Kortison – Körpereigenes Hormon der Nebennierenrinde und zugleich stark entzündungshemmendes Medikament (zum Beispiel Prednisolon). Bei längerer Einnahme steigt unter anderem das Risiko für Knochenschwund.
GNAS-Gen (Gsα-Mutation)
Signal-Gen der Zellen – Ein Gen, das in den Zellen Signale von außen weiterleitet. Ist es durch eine Veränderung dauerhaft eingeschaltet, bilden Knochenzellen faseriges Gewebe statt Knochen und Hormondrüsen arbeiten unkontrolliert – die Ursache der fibrösen Dysplasie und des McCune-Albright-Syndroms.

H

HbA1c
Blutzucker-Langzeitwert – Zeigt den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel der letzten etwa drei Monate an.
HLA-B27
Erbmerkmal HLA-B27 – Ein Merkmal auf der Oberfläche von Körperzellen, das vererbt wird. Menschen mit diesem Merkmal erkranken häufiger an Morbus Bechterew und verwandten Gelenkentzündungen. Es wird im Blut bestimmt.
HLA-B51
Erbmerkmal HLA-B51 – Ein vererbtes Merkmal auf der Oberfläche von Körperzellen. Menschen mit diesem Merkmal erkranken häufiger am Morbus Behçet. Es wird im Blut bestimmt; sein Nachweis beweist die Erkrankung aber nicht.
Hüftdysplasie (Hüftreifungsstörung)
Hüftreifungsstörung – Angeborene Fehlentwicklung des Hüftgelenks: Die Hüftpfanne ist zu flach und überdacht den Hüftkopf nicht ausreichend. Sie wird im Säuglingsalter mit Ultraschall erkannt und meist mit Spreizhose oder Schiene behandelt.
Hyaluronsäure-Injektion
Gelenkspritze mit Hyaluronsäure – Spritze eines gelartigen Stoffs ins Gelenk, der die Gelenkflüssigkeit ergänzt und Reibung mindert.
Hyperurikämie
erhöhter Harnsäurewert – Dauerhaft erhöhte Harnsäure im Blut (über 6,8 mg/dl). Ab diesem Wert kann sich Harnsäure nicht mehr lösen und bildet Kristalle, die Gichtanfälle auslösen können. Nicht jeder Mensch mit erhöhtem Wert bekommt Gicht.

I

idiopathisch
ohne erkennbare Ursache – Bezeichnung für Erkrankungen, deren Ursache nicht bekannt ist.
Impingement
Engpass im Gelenk – Einklemmen von Sehnen oder Weichteilen zwischen Knochen bei bestimmten Bewegungen, zum Beispiel an Schulter oder Hüfte.
Ischialgie (Ischias)
Ischias-Schmerz – In das Bein ausstrahlender Schmerz durch Reizung einer Nervenwurzel der unteren Lendenwirbelsäule.

J

JAK-Hemmer (Januskinase-Inhibitoren)
Entzündungshemmer in Tablettenform für schweres Rheuma – Moderne Tabletten, die einen Signalweg der Entzündung in den Zellen unterbrechen. Einsatz bei entzündlichem Rheuma, wenn andere Mittel nicht ausreichen.

K

Knochenmarködem (Knochenmarködem-Syndrom)
Flüssigkeitseinlagerung im Knochenmark – Vermehrte Flüssigkeit im Knochenmark, die in der Kernspin-Untersuchung als heller Fleck sichtbar wird. Sie entsteht als Reaktion auf Überlastung, kleinste Brüche, Durchblutungsstörungen oder Entzündungen und ist meist vorübergehend.
Knochenumbaumarker (zum Beispiel CTX, P1NP)
Knochenumbau-Werte im Blut – Laborwerte, die anzeigen, wie schnell Knochen ab- und aufgebaut wird. Sie helfen, die Wirkung einer Behandlung zu überprüfen.
Kollagenose
entzündliche Bindegewebserkrankung – Gruppe von Autoimmunerkrankungen, die das Bindegewebe im ganzen Körper betreffen, zum Beispiel Lupus, Sklerodermie oder Sjögren-Syndrom.
Komplexes regionales Schmerzsyndrom (CRPS, Morbus Sudeck, Algodystrophie)
komplexes regionales Schmerzsyndrom – Langanhaltender Schmerzzustand an Arm oder Bein nach einer Verletzung oder Operation, der viel stärker ist, als es die Verletzung erklärt. Dazu kommen Schwellung, veränderte Hautfarbe und Temperatur, Schwitzen und Bewegungseinschränkung.
konservative Therapie
Behandlung ohne Operation – Alle Behandlungen ohne operativen Eingriff: Medikamente, Krankengymnastik, Spritzen, Schienen, Einlagen und Bewegungsschulung.
Kortikalis (Kompakta)
Knochenrinde – Die harte, dichte äußere Schicht eines Knochens. Sie gibt dem Knochen seine Festigkeit; im Inneren liegt das schwammartige Knochengewebe mit dem Knochenmark.

L

Labrum (Labrum acetabulare, Gelenklippe)
Gelenklippe – Ein Ring aus Faserknorpel am Rand der Hüftpfanne (auch an der Schulterpfanne), der die Pfanne vertieft und das Gelenk abdichtet. Risse der Gelenklippe verursachen Leistenschmerzen und Einklemmungsgefühle.
Luxation
Ausrenkung – Die Gelenkflächen verlieren vollständig den Kontakt zueinander; das Gelenk ist ausgekugelt.

M

Magnetresonanztomographie (MRT, Kernspintomographie)
Kernspin-Untersuchung – Bildgebendes Verfahren, das mit einem starken Magnetfeld und Radiowellen Schnittbilder des Körpers erzeugt. Weichteile wie Bandscheiben, Sehnen, Knorpel und Nerven sind besonders gut zu erkennen. Es entsteht keine Strahlenbelastung.
Manuelle Therapie / Chirotherapie
Behandlung mit den Händen – Spezielle Handgriffe, mit denen Gelenke und Wirbelsäule mobilisiert und Verspannungen gelöst werden.
Mediales patellofemorales Ligament (MPFL)
inneres Halteband der Kniescheibe – Band an der Innenseite des Knies, das die Kniescheibe mit dem Oberschenkelknochen verbindet und sie daran hindert, nach außen aus ihrer Gleitrinne zu springen. Bei einer Kniescheiben-Ausrenkung reißt es fast immer und kann operativ ersetzt werden.
Medizinische Leitlinie (AWMF)
Behandlungsleitlinie – Von den medizinischen Fachgesellschaften erarbeitete, wissenschaftlich begründete Empfehlungen für Untersuchung und Behandlung. In Deutschland werden sie bei der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften gesammelt.
Metabolisches Syndrom
Stoffwechsel-Syndrom – Kombination aus Übergewicht (vor allem am Bauch), Bluthochdruck, erhöhtem Blutzucker und gestörten Blutfetten. Erhöht das Risiko für Zuckerkrankheit und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Metaphyse
Knochenabschnitt nahe der Wachstumsfuge – Der Übergangsbereich eines langen Röhrenknochens zwischen dem Schaft und dem Gelenkende. Bei Kindern liegt hier die Wachstumsfuge; die Zone ist gut durchblutet und häufig Sitz von Knochenveränderungen.
Metastase
Tochtergeschwulst – Absiedlung eines bösartigen Tumors in anderen Organen, zum Beispiel im Knochen.
Monoklonale Gammopathie unklarer Signifikanz (MGUS)
Eiweiß-Vorstufe des Myeloms – Im Blut findet sich ein einheitliches Eiweiß aus einer vermehrten Plasmazellgruppe, ohne dass Organe geschädigt sind. Die Veränderung ist zunächst gutartig, geht aber bei etwa 1 % der Betroffenen pro Jahr in ein multiples Myelom über und wird deshalb regelmäßig kontrolliert.
Multimodale Schmerztherapie
kombinierte Schmerzbehandlung – Behandlung chronischer Schmerzen durch ein Team aus Ärztinnen und Ärzten, Krankengymnastik und Psychotherapie, meist in einer Schmerzklinik.
Myelopathie (zervikale Myelopathie)
Schädigung des Rückenmarks – Schädigung des Rückenmarks durch dauerhaften Druck, meist an der Halswirbelsäule. Anzeichen sind ungeschickte Hände, unsicherer Gang, Taubheit und erhöhte Muskelspannung in den Beinen.
Myositis-spezifische Antikörper (MSA, zum Beispiel Anti-Jo-1, Anti-Mi-2, Anti-MDA5, Anti-TIF1-gamma, Anti-SRP, Anti-HMGCR, Anti-NXP2)
Myositis-spezifische Antikörper – Autoantikörper im Blut, die fast nur bei entzündlichen Muskelerkrankungen vorkommen. Jeder dieser Antikörper weist auf eine bestimmte Unterform der Erkrankung hin und hilft, den voraussichtlichen Verlauf, das Krebsrisiko und eine mögliche Lungenbeteiligung einzuschätzen.

N

Nervenwurzel (Radix) / radikulärer Schmerz
Nervenwurzel – Der Abschnitt eines Nervs, der vom Rückenmark abgeht und zwischen zwei Wirbeln austritt. Wird sie gereizt, strahlt der Schmerz in Arm oder Bein aus.
Nervus medianus (Medianusnerv)
Mittelnerv – Einer der drei großen Nerven des Arms. Er verläuft in der Mitte des Handgelenks durch den Karpaltunnel, versorgt Daumen, Zeige- und Mittelfinger mit Gefühl und steuert einen Teil der Daumenmuskeln.
Neurom (Stumpfneurom)
Nervenknoten – Knotige Verdickung am Ende eines durchtrennten Nervs, die entsteht, wenn die Nervenfasern beim Nachwachsen kein Ziel finden. Ein Nervenknoten am Stumpf kann von selbst Schmerzsignale aussenden und ist bei Berührung sehr empfindlich.
Neuropathischer Schmerz
Nervenschmerz – Schmerz, der durch eine Schädigung des Nervensystems selbst entsteht; typisch sind Brennen, Kribbeln, einschießende Schmerzen und Taubheit.
Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR)
entzündungshemmende Schmerzmittel – Schmerzmittel, die zugleich Entzündungen hemmen, zum Beispiel Ibuprofen, Diclofenac oder Naproxen. Sie belasten bei längerer Einnahme Magen, Nieren und Herz-Kreislauf-System und sollten nur so kurz wie nötig eingenommen werden.

O

Orthese
Stützschiene – Von außen angelegtes Hilfsmittel, das ein Gelenk stützt, führt, entlastet oder ruhigstellt.
Osteomalazie
Knochenerweichung – Der Knochen wird zu wenig mit Mineralien (Kalzium, Phosphat) eingelagert und bleibt weich, meist wegen Vitamin-D- oder Phosphatmangel.
Osteonekrose (avaskuläre Nekrose)
Knocheninfarkt – Absterben eines Knochenabschnitts, weil die Blutversorgung unterbrochen ist.
Osteopenie
verminderte Knochendichte – Vorstufe des Knochenschwunds: Die Knochendichte ist verringert, aber noch nicht so stark wie bei einer Osteoporose.
Osteoporose
Knochenschwund – Erkrankung, bei der der Knochen an Masse und Festigkeit verliert, so dass es schon bei geringer Belastung zu Brüchen kommen kann.
Osteosynthese
operative Stabilisierung eines Knochenbruchs – Bruchstücke werden mit Platten, Schrauben, Nägeln oder Drähten verbunden, bis der Knochen verheilt ist.

P

Palliativmedizin / SAPV (spezialisierte ambulante Palliativversorgung)
Palliativmedizin – Medizinische Betreuung bei unheilbaren, fortschreitenden Erkrankungen, die nicht die Heilung, sondern die Linderung von Schmerzen und anderen Beschwerden und den Erhalt der Lebensqualität zum Ziel hat. Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung ist die Betreuung zu Hause durch ein Team aus Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften, rund um die Uhr erreichbar.
Parathormon (PTH)
Nebenschilddrüsenhormon – Hormon der Nebenschilddrüsen, das den Kalziumspiegel im Blut regelt. Zu viel davon löst Kalzium aus dem Knochen.
Parese
Teillähmung – Kraftverlust eines Muskels oder einer Muskelgruppe durch eine Nervenschädigung.
Periradikuläre Therapie (PRT)
Spritze an die Nervenwurzel – Gezielte Spritze mit einem Betäubungsmittel und Kortison direkt an die gereizte Nervenwurzel, unter Bildkontrolle.
Perkutane Nadelfasziotomie (PNF, Nadel-Aponeurotomie)
Durchtrennung der Stränge mit einer Nadel durch die Haut – Kleiner Eingriff bei Morbus Dupuytren: Mit einer feinen Nadel werden die verhärteten Stränge in der Hohlhand durch die Haut hindurch durchtrennt, ohne dass ein Hautschnitt nötig ist. Ambulant in örtlicher Betäubung möglich; die Erkrankung kommt danach aber häufiger zurück als nach einer offenen Operation.
Physiotherapie (Krankengymnastik)
Krankengymnastik – Bewegungsbehandlung durch ausgebildete Therapeutinnen und Therapeuten: Kräftigung, Dehnung, Mobilisation und Anleitung zu Eigenübungen.
Plagiozephalie (Lagerungsplagiozephalie)
Schädelverformung – Abflachung des Hinterkopfs auf einer Seite mit ungleicher Gesichts- und Schädelform, die entsteht, wenn ein Säugling über längere Zeit immer auf derselben Seite liegt.
Polymyalgia rheumatica (PMR)
rheumatischer Muskelschmerz der Schultern und Hüften – Entzündliche rheumatische Erkrankung älterer Menschen mit beidseitigen Schmerzen und ausgeprägter Morgensteifigkeit im Schulter- und Beckengürtel sowie stark erhöhten Entzündungswerten. Sie spricht rasch auf Kortison an und tritt häufig zusammen mit der Riesenzellarteriitis auf.
Positronen-Emissions-Tomographie (PET, PET-CT)
Stoffwechsel-Bildgebung – Nuklearmedizinisches Verfahren, das Bereiche mit hohem Stoffwechsel sichtbar macht, zum Beispiel bei Entzündungen oder Tumoren. Meist mit einer Computertomographie kombiniert.
Prognose
voraussichtlicher Verlauf – Ärztliche Einschätzung, wie sich eine Erkrankung voraussichtlich entwickeln wird.
Pseudarthrose
Falschgelenk – Ein Knochenbruch, der auch nach vielen Monaten nicht zusammenheilt. Die Bruchenden bleiben beweglich wie ein Gelenk; meist ist eine Operation nötig.

R

Radiofrequenz-Denervation (RFD, Thermokoagulation des Ramus medialis)
Verödung der kleinen Schmerznerven des Wirbelgelenks mit Hochfrequenzstrom – Über eine dünne Sonde wird der kleine Nerv, der den Schmerz aus einem verschlissenen Wirbelgelenk weiterleitet, mit Hochfrequenzstrom erhitzt und ausgeschaltet. Vorher wird mit einer Probespritze geprüft, ob der Schmerz wirklich von diesem Gelenk ausgeht. Die Wirkung hält meist 6 bis 18 Monate an.
Radiofrequenzablation (RFA, Thermoablation)
Verödung mit Hochfrequenzstrom – Über eine dünne Sonde, die unter Bildkontrolle durch die Haut eingeführt wird, erhitzt hochfrequenter Wechselstrom das Zielgewebe und zerstört es. Standardbehandlung beim Osteoidosteom, meist in Narkose.
Red Flags (Warnzeichen)
Warnzeichen – Hinweise, die auf eine gefährliche Ursache von Schmerzen deuten, zum Beispiel Lähmungen, Fieber, Gewichtsverlust, Blasenstörung oder eine Krebserkrankung in der Vorgeschichte. Sie erfordern eine rasche Abklärung.
Rezidiv
Rückfall – Wiederauftreten einer Erkrankung nach vorheriger Besserung oder Heilung.
Rheumafaktor und Antikörper gegen citrullinierte Peptide (RF, Anti-CCP)
Rheuma-Antikörper im Blut – Eiweißstoffe des Immunsystems, die bei rheumatoider Arthritis häufig nachweisbar sind. Sie stützen die Diagnose, ihr Fehlen schließt die Erkrankung aber nicht aus.
Röntgenuntersuchung (konventionelles Röntgen)
Röntgenbild – Klassische Aufnahme mit Röntgenstrahlen. Zeigt Knochen, Gelenkspalten, Brüche und Verschleiß, aber kaum Weichteile.
Rotatorenmanschette
Rotatorenmanschette (Sehnenhaube der Schulter) – Gruppe von vier Muskeln mit ihren Sehnen, die den Oberarmkopf wie eine Haube umschließen, ihn in der Schulterpfanne halten und den Arm drehen und anheben. Die bekannteste ist die Sehne des Obergrätenmuskels (Supraspinatussehne).
Ruptur
Riss – Vollständiges oder teilweises Zerreißen einer Sehne, eines Bandes oder eines Muskels.

S

Sakroiliitis (Entzündung der Iliosakralgelenke, ISG)
Entzündung der Kreuz-Darmbein-Gelenke – Entzündung der beiden Gelenke, die das Kreuzbein mit dem Becken verbinden. Sie ist das typische Frühzeichen des Morbus Bechterew und verursacht tief sitzende, oft die Seite wechselnde Gesäßschmerzen.
Salter-Harris-Klassifikation
Einteilung nach Salter und Harris – Einteilung der Wachstumsfugenbrüche bei Kindern in fünf Typen, je nachdem, ob nur die Fuge, zusätzlich der angrenzende Knochen oder das Gelenkende betroffen ist. Je höher der Typ, desto größer ist die Gefahr einer Wachstumsstörung.
SAPHO-Syndrom (Synovitis, Akne, Pustulose, Hyperostose, Osteitis)
Knochen-Haut-Entzündungssyndrom – Entzündliche Erkrankung des Erwachsenenalters, bei der Gelenkentzündung, Akne, eitrige Bläschen an Handflächen und Fußsohlen, Knochenverdickung und Knochenentzündung zusammen auftreten – bevorzugt an der vorderen Brustwand. Sie gehört zum selben Formenkreis wie die chronisch nichtbakterielle Osteomyelitis der Kinder.
Serumeiweißelektrophorese (Immunfixation, M-Gradient)
Eiweiß-Auftrennung im Blut – Blutuntersuchung, bei der die Eiweiße des Blutes in einem elektrischen Feld nach Größe und Ladung aufgetrennt werden. Ein einheitliches, von einer einzigen Zellsorte gebildetes Eiweiß (Myelom-Eiweiß) zeigt sich als auffällige Zacke und weist auf ein multiples Myelom oder seine Vorstufe hin.
Skelettszintigraphie
Knochenszintigraphie – Nuklearmedizinische Untersuchung: Eine schwach radioaktive Substanz reichert sich in Knochenbereichen mit erhöhtem Umbau an und zeigt so Entzündungen, Brüche oder Absiedlungen von Tumoren.
Sonographie (Ultraschall)
Ultraschalluntersuchung – Untersuchung mit Schallwellen, die ohne Strahlung Sehnen, Muskeln, Gelenkergüsse und Schleimbeutel sichtbar macht.
Spinal Cord Stimulation (SCS, Rückenmarkstimulation)
Rückenmarkstimulation – Eine unter die Haut eingesetzte Elektrode gibt schwache Stromimpulse an das Rückenmark ab und überdeckt so die Schmerzweiterleitung. Wird bei schweren Nervenschmerzen eingesetzt, wenn andere Behandlungen nicht ausreichen.
Spinalkanal
Wirbelkanal – Der von den Wirbeln gebildete Kanal, in dem Rückenmark und Nervenwurzeln verlaufen.
Spondylodese (Wirbelsäulenversteifung)
Versteifungsoperation der Wirbelsäule – Operation, bei der mehrere Wirbel mit Schrauben, Stäben und Knochenmaterial fest miteinander verbunden werden, so dass sie zu einem Stück zusammenwachsen. Damit wird eine Verkrümmung aufgerichtet oder ein instabiler Abschnitt stabilisiert.
Spondylodiszitis
Entzündung von Bandscheibe und Wirbelkörpern – Infektion einer Bandscheibe und der angrenzenden Wirbelkörper, meist durch Bakterien, die über die Blutbahn dorthin gelangen. Typisch sind starke, auch nächtliche Rückenschmerzen; die Behandlung erfolgt mit Antibiotika über mehrere Wochen, bei Bedarf mit Operation.

T

T-Wert (T-Score)
T-Wert der Knochendichtemessung – Vergleicht die gemessene Knochendichte mit dem Durchschnitt junger gesunder Erwachsener. Werte unter −2,5 gelten als Knochenschwund (Osteoporose), Werte zwischen −1 und −2,5 als verminderte Knochendichte (Osteopenie).
Tendinopathie / Tendinose
Sehnenerkrankung durch Überlastung – Verschleiß- und Reizzustand einer Sehne durch wiederholte Belastung, oft mit kleinen Rissen und Umbau des Sehnengewebes.
Teriparatid / Romosozumab (knochenaufbauende Medikamente)
knochenaufbauende Medikamente – Täglich oder monatlich gespritzte Medikamente, die neuen Knochen bilden lassen. Einsatz bei schwerem Knochenschwund mit Brüchen.
Tophus (Mehrzahl: Tophi)
Gichtknoten – Knotige Ablagerung von Harnsäure-Kristallen unter der Haut oder an Gelenken, typisch an Ohrmuschel, Ellenbogen und Fingern. Gichtknoten entstehen bei lange unbehandelter Gicht und bilden sich unter einer harnsäuresenkenden Behandlung zurück.
Trabecular Bone Score (TBS)
Knochenstruktur-Wert – Zusatzauswertung der Knochendichtemessung, die aus dem Bild der Lendenwirbelsäule berechnet, wie gleichmäßig und fein der innere Aufbau des Knochens ist. Ergänzt die Knochendichte um ein Maß für die Knochenqualität.
Transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS)
Reizstrombehandlung – Schwache Stromimpulse über Klebeelektroden auf der Haut, die die Schmerzweiterleitung dämpfen. Das Gerät kann zu Hause genutzt werden.
TSH (Schilddrüsen-Steuerhormon)
Schilddrüsenwert im Blut – Hormon aus der Hirnanhangsdrüse, das die Schilddrüse steuert. Ein auffälliger Wert weist auf eine Über- oder Unterfunktion hin.
TT-TG-Abstand (Tuberositas tibiae – Trochlea-Grube)
Abstand zwischen Schienbeinhöcker und Gleitrinne – Messwert aus Kernspin- oder Computer-Röntgenschichtaufnahmen: der seitliche Abstand zwischen dem Ansatz der Kniescheibensehne am Schienbein und dem tiefsten Punkt der Gleitrinne der Kniescheibe. Werte über 20 mm begünstigen eine Ausrenkung der Kniescheibe nach außen.

U

Uveitis anterior (Iritis)
Regenbogenhaut-Entzündung des Auges – Entzündung der Regenbogenhaut im vorderen Teil des Auges mit Rötung, Schmerzen, Lichtempfindlichkeit und verschwommenem Sehen. Sie tritt häufig bei Morbus Bechterew auf und muss rasch augenärztlich behandelt werden.

V

Vaskulitis
Gefäßentzündung – Entzündung der Blutgefäßwände durch eine fehlgeleitete Abwehrreaktion.
Vitamin D im Blut (25-Hydroxy-Vitamin D)
Vitamin-D-Wert im Blut – Der im Blut gemessene Vitamin-D-Wert zeigt, ob der Körper ausreichend Vitamin D für Kalziumaufnahme und Knochenaufbau hat.

Z

Z-Wert (Z-Score)
Z-Wert der Knochendichtemessung – Vergleicht die gemessene Knochendichte mit dem Durchschnitt gleichaltriger Menschen desselben Geschlechts. Bei Kindern, Jugendlichen und jüngeren Erwachsenen wird statt des T-Werts der Z-Wert verwendet; Werte unter −2 gelten als deutlich erniedrigt.

Stand: Oktober 2026 · 133 Einträge

Unsere Sprechzeiten

Dr. med. Georg P. Dahmen · alle Sprechzeiten, auch von Dr. Mallien und Frau Schlesinger

Neu: Freitags 08:00–15:00 Uhr – ganzheitliche osteologische, rheumatologische und schmerztherapeutische und kinderorthopädische Privat- und Selbstzahler-Sprechstunde bei Dr. Dahmen (nur mit Termin).
Montag08:00–13:00 offene Sprechstunde · 13:00–17:00 Terminsprechstunde · 17:00–18:00 Rezeptabholung
Dienstag08:00–13:00 offene Sprechstunde · 13:00–17:00 Terminsprechstunde · 17:00–18:00 Rezeptabholung
Mittwochambulante und stationäre Operationen in der Auenlandklinik Bad Bramstedt, Termine nur nach Vereinbarung
Donnerstag08:00–13:00 offene Sprechstunde · 13:00–17:00 Terminsprechstunde · 17:00–18:00 Rezeptabholung
Freitag08:00–15:00 Privat- und Selbstzahler-Sprechstunde · ganzheitlich osteologisch, rheumatologisch, schmerztherapeutisch, kinderorthopädisch · nur mit Termin
Samstaggeschlossen

So erreichen Sie uns telefonisch

Oder schreiben Sie uns über den Praxis-Messenger Medflex – für Rezeptbestellungen und andere Wünsche der schnellste Weg.

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Unser Leistungsspektrum

Diagnostik, konservative Therapie und Operationen – aus einer Hand. Alle Leistungen im Überblick

Unser Ärzteteam

Praxisgemeinschaft im Ärztehaus Tangstedter Landstraße 77

Aktuelles aus der Praxis

Alle Neuigkeiten · Formulare zum Download · Klinische Studien

So finden Sie uns

Dr. med. Georg P. Dahmen
Ärztehaus Tangstedter Landstraße 77
22415 Hamburg-Langenhorn

U-Bahn: U1 bis Langenhorn Markt, dann 300 m zu Fuß.
Bus: Linien 24, 192, 193, 492, 592, 606 bis Langenhorn Markt.
Auto: Parkplätze am Langenhorner Markt und im Krohnstieg-Center.

Die Praxis ist barrierefrei erreichbar (Rampe links vom Eingang, Fahrstuhl im Haus).

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Karte: Tangstedter Landstraße 77 am Langenhorner Markt
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